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Ars Audiendi ~ Musikh├Âren als sch├Âpferische und heilende Kunst
Die Heilkunst des H├Ârens

Weisheiten in Geschichten

       Die versunkene Kathedrale
    Eine alt├╝berlieferte Geschichte

    Auf einer Insel gab es einmal eine Kathedrale mit tausend Glocken; gro├če und kleine, geschaffen von einem der begnadetsten Handwerker der Welt. Wenn der Wind sie ber├╝hrte oder ein Sturm sie sch├╝ttelte, lie├čen die Glocken eine Symphonie erklingen, die das Herz dessen, der sie h├Ârte, in Gl├╝ckseligkeit versetzte. Jahrhunderte vergingen. Irgendwann versank die Insel im Ozean - und mit ihr versanken die Kathedralenglocken. Eine Legende aber berichtet, da├č die Glocken immer noch unaufh├Ârlich l├Ąuten, und ein jeder, der genau hinh├Ârt, kann sie vernehmen. Ja, es soll sogar Augenblicke geben, in denen die Kathedrale im kristallklaren Wasser sichtbar wird und emporzutauchen scheint!

    Ein junger Mann glaubte der Legende und machte sich auf den Weg, Tausende von Meilen, um diese Glocken zu h├Âren. Viele Tage lang sa├č er an dem Ufer, das einmal die versunkene Insel gesehen hatte und h├Ârte mit seiner ganzen Entschlossenheit hin. Aber in seine Ohren drang nur das Tosen des Meeres. Angestrengt versuchte er es zu ignorieren, es half nichts. Das Tosen schien die Welt zu ├╝berfluten. Wochenlang blieb er seinem Vorhaben treu. Jedesmal, wenn er den Mut verlieren wollte, ging er zu den weisen M├Ąnnern des Dorfes und h├Ârte, wie sie mit Ehrfurcht die geheimnisvolle Legende von der versunkenen Kathedrale erz├Ąhlten. Sein Herz entflammte dabei immer wieder neu - um ebenso wieder entt├Ąuscht zu werden. Sein M├╝hen zeigte keinen Erfolg.

    Irgendwann entschlo├č er sich aufzugeben. Vielleicht war es nicht seine Bestimmung, die Glocken zu h├Âren. Vielleicht war die Legende auch gar nicht wahr. Und so ging er vor seiner Abreise noch einmal an den Strand, um sich vom Meer und vom Himmel, vom Wind und den Kokospalmen zu verabschieden. Er legte sich in den Sand und lauschte zum ersten Mal einfach dem Tosen des Meeres. Ohne es recht zu merken, h├Ârte er hinein in das unaufh├Ârliche Ger├Ąusch und gelangte in ein Schweigen, das sich in der Mitte des Tosens ausbreitete.

    Und in diesem Schweigen h├Ârte er es!

    Das Klingen einer winzigen Glocke, gefolgt von einer anderen, und wieder einer und noch einer... Bis eine jede der tausend Glocken in jene unbeschreibliche Harmonie einstimmte, die sein Herz mit gl├╝ckseligem Licht durchstr├Âmte...


    Anm.: Claude Debussy hat dieser Legende ein t├Ânendes Denkmal gesetzt.

 

Zierat

Maria durch ein Dornwald ging  (Volksweise)

  • Kyrie eleison
    Maria durch ein Dornwald ging, Kyrie eleison!
    Maria durch ein Dornwald ging,
    Der hat in sieben Jahren kein Laub getragen
    Jesus und Maria!
  • Kyrie eleison
    Was trug Maria unter ihrem Herzen, Kyrie eleison?
    Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
    Das trug Maria unter ihrem Herzen,
    Jesus und Maria.
  • Kyrie eleison
    Da haben die Dornen Rosen getragen, Kyrie eleison!
    Als das Kindlein durch den Wald getragen,
    Da haben die Dornen Rosen getragen,
    Jesus und Maria.

Bild

Die Geschichte
von der kleinen Quelle

Eine gro├če D├╝rre war ├╝ber das Land gekommen.
Zuerst vertrocknete das Gras. Dann gingen die B├╝sche
und Str├Ąucher ein. Kein Regen kam, und auch der
Morgen brachte keinen erfrischenden Tau.
In gro├čer Zahl waren Tiere verdurstet. Nur wenige hatten
die Kraft, aus der W├╝ste zu fliehen. Die Trockenheit
nahm kein Ende. Sogar die gr├Â├čten und st├Ąrksten B├Ąume,
die tief im Erdreich wurzelten, verloren ihre Bl├Ątter.
Alle Quellen und Brunnen, alle B├Ąche und Fl├╝sse
vertrockneten.
Wie durch ein Wunder war eine einzige Blume am Leben geblieben.
Eine winzige Quelle spendete ihr noch ein paar Tropfen Wasser.
Aber die kleine Quelle war verzweifelt. Sie sagte:
“Alles vertrocknet, verdurstet und stirbt um  mich herum.
Ich kann daran nichts mehr ├Ąndern. Wozu soll ich noch
die paar Tropfen aus der Erde holen?”
In der N├Ąhe stand ein alter kr├Ąftiger Baum. Er hatte die Klage der
Quelle geh├Ârt und sagte zu ihr:
“Keiner erwartet von Dir, da├č Du die ganze W├╝ste vor dem Verdursten rettest!”
                                                                  
aus Afrika


 

Ungl├╝ck oder Segen?
vom Urteilen
 

Ein alter Mann lebte in einem Dorf, sehr arm. Doch der K├Ânig war neidisch auf ihn, denn er besa├č ein wundersch├Ânes wei├čes Pferd.
Der K├Ânig bot phantastische Summen f├╝r das Pferd, aber der alte Mann sagte dann: “Dieses Pferd ist f├╝r mich ein Freund. Wie k├Ânnte man einen Freund verkaufen?” Der Mann war arm, doch sein Pferd verkaufte er nie.

Eines Morgens fand er sein Pferd nicht im Stall. Das ganze Dorf versammelte sich, und die Leute sagten: “Du dummer alter Mann! Wir haben immer gewusst, dass dein Pferd eines Tages gestohlen w├╝rde. Es w├Ąre besser gewesen, es zu verkaufen. Welch ein Ungl├╝ck!”
Der alte Mann sagte: “Ich wei├č nur diese Tatsache, das Pferd ist nicht im Stall. Ob dies ein Ungl├╝ck ist oder ein Segen, wei├č ich nicht. Wer wei├č, was darauf noch folgen wird.” Und die Leute lachten den Alten aus. Sie wussten ja schon immer, dass er ein wenig verr├╝ckt ist.

Nach f├╝nfzehn Tagen kehrte eines Abends das wei├če Pferd zur├╝ck, und mit sich brachte es noch ein Dutzend wilder Pferde! Es war nicht gestohlen worden, sondern in die Wildnis ausgebrochen. Aufgeregt versammelten sich die Leute: “Alter Mann, du hattest recht! Es war kein Ungl├╝ck. Es hat sich tats├Ąchlich als ein Segen erwiesen!”
Der Alte entgegnete: “Ihr geht schon wieder zu weit. Sagt einfach: das Pferd ist zur├╝ck. Wer wei├č, ob das ein Segen ist oder nicht?” Die Leute wussten nichts einzuwenden, sie waren sich aber gewiss, dass der Alte unrecht hatte - zw├Âlf herrliche Pferde waren mitgekommen!

Der alte Mann hatte einen einzigen Sohn, der begann die Wildpferde zu trainieren. Schon eine Woche sp├Ąter fiel er vom Pferd und brach sich die  Beine. Da eilten die Leute herbei und riefen: “Wieder hattest du recht! Es war kein Segen, sondern ein Ungl├╝ck! Dein einziger Sohn kann seine Beine nicht mehr gebrauchen. Er war die einzige St├╝tze deines Alters. Nun bist du ├Ąrmer denn je.”
Der Alte antwortete: “Ihr seid besessen von Urteilen. Geht nicht zu weit! Sagt nur, dass mein Sohn sich die Beine gebrochen hat. Niemand wei├č, ob dies ein Ungl├╝ck ist oder ein Segen.”

Es ergab sich aber, dass im Lande ein Krieg begann. Alle jungen M├Ąnner des Dorfes wurden zu Soldaten des K├Ânigs gemacht und zogen davon. Nur der Sohn des alten Mannes blieb zur├╝ck, denn er war nicht zum Krieg zu gebrauchen. Das ganze Dorf war von Klagen und Wehgeschrei erf├╝llt, weil keiner damit rechnete, dass dieser Krieg zu gewinnen sei und die jungen M├Ąnner wahrscheinlich nicht mehr zur├╝ckkehren w├╝rden. Sie kamen zum alten Mann und sagten: “ Du hattest recht, alter Mann, es hat sich als ein Segen erwiesen. Dein Sohn ist zwar ein Kr├╝ppel, aber er ist noch bei dir. Unsere S├Âhne sind f├╝r immer fort!”
Der Alte sprach: “Ihr h├Ârt einfach nicht auf zu urteilen. Sagt nur dies: Man hat eure S├Âhne in den Krieg eingezogen und mein Sohn wurde nicht eingezogen. Wer wei├č, ob dies ein Segen oder ein Ungl├╝ck ist?”

undsoweiter...

(wo die Geschichte herstammt, wei├č ich leider nicht)

 

Kuh006

 

 

 

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Ars Audiendi, die Heilkunst des H├Ârens. Bewusstes Musikh├Âren ist ein initiatischer Weg zum Wesen, zur Essenz.
Der initiatische Weg erweitert Wahrnehmung und Bewusstsein. Er f├╝hrt sowohl zum transzendenten Wesen der Musik, als auch zum eigenen lichtvollen Wesenskern. Gro├če, inspirierte Musik ist eine geistige Matrix, die Informationen f├╝r die neue Zeit vermittelt.